Aktuell

Die Initiative „Filmerbe in Gefahr“ will mit dieser Internetseite die akuten Probleme unserer Filmarchive stärker ins Bewusstsein rufen und über die Fachdebatte informieren, die bisher überwiegend von Experten geführt wird.

Wir wollen vor allem die Verantwortlichen in Bund und Ländern bewegen, die dauerhafte Sicherung unseres filmischen Kulturerbes und seine zügige Digitalisierung stärker zu fördern sowie den Zugang zur Filmgeschichte im Kino und im Internet zu erleichtern.

Die Initiative „Filmerbe in Gefahr“ geht auf einen Aufruf zur Sicherung des Filmerbes zurück, der im November 2013 mehr als 5500 Unterzeichner fand. (Jeanpaul Goergen, Klaus Kreimeier)

[2020/01/03]

Filmerbe Anno 1920

Nur wenige Titel online bzw. auf DVD und Blu-Ray

2. Januar 2020. – Derzeit sind drei Produktionen des deutschen Filmerbes aus dem Jahr 1920 auf Filmportal.de online verfügbar. Es handelt sich um die Spielfilme „Hamlet“ von Urban Gad mit Asta Nielsen (zensiert am 10.11.1920) und „Der Ochsenkrieg“ von Franz Osten (Zensur: 10.9.1920). Letzterer wurde im letzten Jahr vom Deutschen Filminstitut restauriert und digitalisiert; allerdings ist nur eine frühere Digitalisierung von 2013 eingestellt. Vorhanden ist auch der kurze Privatfilm „Hochwasser in Wetzlar 1920“ von Oskar Barnack, dem Erfinder der Leica, in einer neu zusammengestellten und vertonten Fassung.

Die übrigen deutschen Filme in dieser Auswertung sind entweder falsch datiert wie „Die baltische Hafenstadt Reval“ oder sind nur annähernd in den 1920er Jahren verortet. Ob weitere Filme von 1920 etwa bei YouTube liegen, lässt sich nur schwer ermitteln.

Laut Filmportal.de sind sieben deutsche Produktionen von 1920 auf DVD bzw. Blu-Ray erschienen. Neben dem online verfügbaren „Hamlet“ handelt es sich um „Anna Boleyn“, „Das Cabinet des Dr. Caligari“, „Der Golem, wie er in die Welt kam“, „Sumurun“, „Von Morgens bis Mitternachts“ sowie „Das Schweigen vom Starnbergersee“.

Hier geht es zur Filmportal-Auswertung "Alle Filme von A-Z" nach der Kategorie „online“

[2019/12/22]

DEFA online (2)

22. Dezember 2020. – Die Rechercheplattform www.progress.film bietet Filmproduzenten, Sendern, Regisseuren, Journalisten und Historikern einen digitalen Zugang zum gesamten Kinofilmerbe der DDR. Bis zum Jahr 2022 soll der gesamte Filmstock des früheren Filmverleihs PROGRESS eingepflegt werden. Derzeit sind bereits 3.569 Titel recherchierbar.

https://progress.film/

[2019/12/22]

DEFA online (1)

22. Dezember 2020. – Im November startete der neue YouTube-Kanal „DEFA-Filmwelt“, den ICESTORM mit Unterstützung der DEFA-Stiftung betreibt. Jeden Mittwoch werden dort neue DEFA-Filme kostenfrei eingestellt. DEFA-Film sind zudem auf allen gängigen Plattformen wie iTunes, amazon, GooglePlay, maxdome usw. vertreten; eine Gesamtübersicht ist aber nicht verfügbar.

Zur DEFA-Filmwelt auf YouTube

[2019/11/30]

Bundesarchiv digitalisiert „Triumph des Willens“

89.444,14 € für Leni Riefenstahls Propagandafilm von 1935

30. November 2019. – Das Bundesarchiv digitalisiert Leni Riefenstahls NS-Propagandafilm „Triumph des Willens“ von 1935. Das gab die Filmförderungsanstalt bekannt. In den November-Entscheidungen zum Förderprogramm Filmerbe ist das Bundesarchiv erstmalig vertreten. Unter den acht Filmen aus ihrem Bestand, deren Digitalisierung aus konservatorischem Gründen gefördert wird, ist auch die deutsch-russische Ko-Produktion „Falschmünzer“ (1928) von Grigorij Rošal', deren öffentliche Aufführung die Filmprüfstelle wegen „Gefährdung des deutschen Ansehens“ verboten hatte.

Alle Entscheidungen zum Förderprogramm Filmerbe, November 2019

[2019/11/24]

Sachsen: Digitale Mediathek

Historische Filme aus der Sammlung Ernst Hirsch online

24. November 2019. – Die digitale Mediathek der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) hat 42 Filme aus dem „Archiv Hirsch Film“ freigeschaltet. Es handelt sich um Amateur- und Privataufnahmen aus Dresden und Umgebung aus dem Archiv von Ernst Hirsch, einem Dresdner Filmemacher, Kameramann und Filmsammler. Die Filme, darunter auch Eigenproduktionen von Hirsch, sind jeweils kurz annotiert; leider fehlen exakte filmografische Angaben und Informationen zum Ausgangsmaterial.

Die Digitalisierung erfolgte durch das Förderprogramm „Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen“. Weitere rund 500 historische Film-, Video- und Tonaufnahmen mit lokalem und regionalem Bezug werden Anfang 2020 über die Mediathek zugänglich gemacht.

Zusätzliche Informationen:


Meldungen 2019


© 2011-2020  filmerbe-in-gefahr.de | Impressum/Datenschutz | Zum Seitenanfang