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[2017/10/07]

Mehr als 50.000 Filme werden digitalisiert – beim Bayerischen Rundfunk

Großprojekt zur Filmsicherung

7. Oktober 2017. – Der Bayerische Rundfunk (BR) startet zum Jahreswechsel ein Großprojekt zur Sicherung und Optimierung seines umfangreichen Filmbestandes. Mehr als 50.000 Filme werden in den nächsten zehn Jahren systematisch restauriert, digitalisiert und neu dokumentiert. Im Filmarchiv des BR finden sich Beiträge aller Genres und zu fast allen Themengebieten.

Das Großprojekt "Bestandssicherung Film" startet im Januar 2018 und ist die bisher aufwändigste Digitalisierungsaktion in der Geschichte des BR. Dabei geht es nicht nur um die zukunftssichere Archivierung des Filmmaterials, die verhindert, dass Filme durch das Essigsäuresyndrom zersetzt werden. Am Ende können alle relevanten Filme des BR – nachdem sie gesichtet, restauriert, digitalisiert und neu dokumentiert sind – leichter recherchiert und per Filetransfer schnell am Redaktionsarbeitsplatz gesichtet werden. Das dauerhaft gesicherte Filmvermögen des BR steht dann grundsätzlich auch für neue Nutzungsarten zur Verfügung.

Die Digitalisierung wird im Wetgate-Verfahren großteils mit 2k/12 Bit und teilweise mit 4k/16 Bit erfolgen. Das entspricht dem mit heutiger Technik aus wirtschaftlich-technischer Sicht realisierbaren Optimum. Digitalisiert werden nicht nur Eigenproduktionen des BR, sondern auch Filme, an denen der BR Publikationsrechte erworben hat.

Die Nutzung auf non-linearen Plattformen wie z.B. in den Mediatheken möchte der BR auch mit den noch zu digitalisierenden Filmen im Rahmen des rechtlich Möglichen und redaktionell Gebotenen unterstützen. Ein Beispiel dafür ist die BR24 Zeitreise. Hier steht bezogen auf aktuelle Ereignisse Archivmaterial in Ausschnitten auf Abruf zur Verfügung; das Bereitstellen von Filmen in voller Länge ist hier aber nicht vorgesehen.

Die Bestandssicherung hat neben dem programmlichen auch einen rechtlichen Hintergrund: die Selbstverpflichtung von ARD und ZDF zum "Schutz des audiovisuellen Erbes" aus dem Jahr 2004.


Zur Pressemitteilung

Am 11. Oktober 2017 mit Informationen des Bayerischen Rundfunks ergänzt.


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