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[2018/05/18]

9000 Stunden Film

Der Bayerische Rundfunk digitalisiert sein Filmarchiv

18. Mai 2018. – Der Bayerische Rundfunk beginnt mit der Digitalisierung seines gesamten Filmarchivs. Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren wurde die Firma Studio Hamburg Postproduction mit der Digitalisierung von rund 80 Prozent des Filmvermögens des Bayerischen Rundfunks beauftragt. Die restlichen 20 Prozent dieses Großprojekts gingen an ARRI. "Filmerbe in Gefahr" hatte im Oktober 2017 über das Vorhaben berichtet.

Studio Hamburg Postproduction wurde mit einem 4k-Filmscanner, dem dft Scanity HDR mit Wet-Gate-Technologie für 16mm und 35mm Filme ausgestattet. Die 35mm-Filme werden in 4k, die 16mm-Filme in 2k digitalisiert. Die Speicherung erfolgt auf Datenträger der Firma Quantum mit ca. 500 TB Kapazität.

Studio Hamburg Postproduction hat zudem in Ismaning Räumlichkeiten angemietet, in denen Cutterinnen und Cutter aus dem Bayerischen Rundfunk die Befundung und ggf. auch die Restaurierung der Filme vornehmen. Von dort aus werden sie zur Digitalisierung nach Hamburg geschickt.

Tammo Steinmetz, Geschäftsführer der Studio Hamburg Postproduction, über den Auftrag: „Ein Archiv ist wie ein Schatz! Mit unserer Arbeit tragen wir dazu bei, ihn zu heben und mit moderner Technologie Kulturgut dauerhaft zu erhalten. Es wird zudem eine konsequente Weiternutzung und verlässliche Auffindbarkeit gewährleistet. Ein Mastering und die Archivierung der hochauflösenden Digitalisate im IMF Standard erscheint uns zukunftsweisend für vergleichbare Projekte.“

Die Laufzeit des gesamten Projektes inklusive Dokumentation ist auf zehn Jahre berechnet. Vorrangig werden die vom Essigsyndrom bedrohten Filme sowie redaktionelle Anfragen nach Digitalisierungen bearbeitet. Zum Finanzvolumen der Digitalisierung waren keine detaillierten Auskünfte zu bekommen.


Zur Pressemitteilung der Studio Hamburg Postproduction GmbH


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