Stand der Digitalisierung

[2020/03/22]

Kinematheksverbund zum „Förderprogramm Filmerbe“

Evaluierung und Optimierung gefordert – Sicherung der analogen Filmbestände

22. März 2020. – In einem Positionspapier befürworten die Mitglieder des Kinematheksverbundes – das Bundesarchiv, die Deutsche Kinemathek und das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum – die uneingeschränkte Weiterführung des „Förderprogramms Filmerbe“ bei der Filmförderungsanstalt für den Projektzeitraum von zehn Jahren. Nach drei Jahren sollten die bis dahin gesammelten Erfahrungen in eine Evaluierung und ggf. Optimierung des Programms einfließen.

Der Kinematheksverbund erinnert an die Aufgabe der Filmarchive, ihre 35mm- und 16mm-Filme zu erhalten. Für eine entsprechende Pflege der Bestände seien sie jedoch nicht ausreichend ausgestattet. Es fehlten zudem Mittel, um die Filme zu erschließen und sowohl für die Öffentlichkeit und als auch die Digitalisierung nutzbar zu machen.

Der Kinematheksverbund verweist ferner „auf die zukünftig noch wachsende Aufgabe der Langzeitsicherung vor allem digital produzierter, aktueller Filme wie auch von Daten der Retrodigitalisierung.“ Erhebliche Desiderate bestünden auch bei der Lagerung, der physischen Restaurierung, der Katalogisierung, der inhaltlichen Erschließung und der Bewertung der zu erhaltenden Filme. Insbesondere das Bundesarchiv sehe sich einer Aufgabe gegenüber, „die ohne eine deutliche Unterstützung, ohne erhebliche Investitionen bzw. ohne einen regulären Haushaltstitel für ein langfristiges Digitalisierungsprogramm und ohne Aufstockung der Personalstellen“ kaum zu bewältigt sei.

Das Positionspapier des Kinematheksverbunds zum download:

Permalink: filmerbe.org/ref/?418

frühere/spätere Versionen

  • Erneut nur geringe Fortschritte bei der Digitalisierung – Keine Verbesserung beim Online-Zugang  (Dezember 2020)
  • Leichte Fortschritte bei der Digitalisierung – Keine Verbesserung beim Online-Zugang  (Oktober 2019)
  • Schleppende Digitalisierung – Kaum Fortschritte beim Online-Zugang  (Oktober 2018)
  • Erst ganz am Anfang – Digitalisierung des deutschen Filmerbes  (Januar 2018)

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