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[2023/11/24]

Bundesarchiv: Filmscanner der neuesten Generation

Neues System zur Filmdigitalisierung – Bearbeitung von 2.300 Filmträger pro Jahr möglich

24. November 2023. – Das Bundesarchiv hat an seinem Standort Hoppegarten bei Berlin sechs Spezialscanner der neuesten Generation in Betrieb genommen, um den Filmbestand zu digitalisieren. Laufbildrestaurierung, Mastering, Qualitätskontrolle sowie Tondigitalisierung sind jetzt auf hohem technischem Niveau möglich.

Zur technischen Ausstattung gehören Scannertypen des Anbieters DFT: drei Filmscanner Scanity HDR und drei Filmscanner Polar HQ. Bei Scanity HD handelt es sich um einen 4k-Durchlaufscanner, der zeilenweise das Filmbild abtastet. Dabei kommen das sogenannte Trocken- als auch das Wetgate-Verfahren für Filmformate von 8mm bis 35mm zum Einsatz. Als europaweit erstes Archiv verfügt das Bundesarchiv über die Möglichkeit, mit dem Polar HQ sehr fragile 16mm und 35mm-Filme schrittweise bis zu 8k zu digitalisieren.

Für die Bearbeitung und Konfektionierung der Daten wurden drei Clipster-Masteringsysteme der Firma Rohde & Schwarz beschafft. Die digitale Bildretusche erfolgt über drei Workstations mit der Software Diamant-Film Restoration der Firma HS-Art. Ausgewählte Filme werden als DCP-Kinoproduktionen aufbereitet und erhalten eine zusätzliche Lichtbestimmung über die Software DaVinci Resolve Studio 19 der Firma Blackmagic.

Alle Geräte sind mit dem zentralen Serverraum über Glasfaserkabel und einer 4k KVM-Absetzung verbunden, d.h. Computer oder Workstation stehen in einem Serverraum, während die Bedienung (Tastatur, Maus und Monitor) in einem anderen Raum stehen. Die Mitarbeiter bekommen so keine Nebengeräuschen von einem Computer oder einer Workstation mit; gleichzeitig können Computer oder Workstation über ein Steuerung Matrix untereinander ausgetauscht werden.

Im neuen Verfahren wird pro Filmexemplar ein digitales Sicherungspaket erstellt: Dateien für die digitale Langzeitsicherung (hochauflösender Bild-Rohscan als Einzelbilder im TIFF-Format und Tonscan als Wave-Datei) sowie zwei verschiedene Benutzungsdateien (Masterdatei als MXF-OP1a und Ansichtsdatei als MP4).

Nach aktuellen Schätzungen sind so etwa vier Petabyte pro Jahr als digitale Sicherung möglich, was etwa 2.300 Filmträgern pro Jahr entspricht. Da das Archiv aber über rund 1,1 Millionen Filmträger verfügt, ist es weiterhin unerlässlich, dass so viele Kinos wie möglich sowohl eine 16mm- als auch 35mm-Projektion vorhalten, um weiterhin analoge Filme vorführen zu können.

Das Bundesarchiv hat rund elf Millionen Euro in das neue System investiert. 9,5mm und 70mm-Filme können aber nicht bearbeitet werden; Ozaphan-Filme nur, wenn sich die Vorlage in einem einwandfreien Zustand befindet.

Zur Pressemitteilung des Bundesarchivs v. 25.10.2023

Permalink: filmerbe.org/ref/?100,449

[2023/09/24]

Filmisches Erbe der Arbeiter_innenbewegung

Digitalisierungsprojekt des Archivs der sozialen Demokratie

24. September 2023. – Die Friedrich-Ebert-Stiftung bereitet seit 2021 die Magazinräume des gesamten Sammlungsbereichs für eine Modernisierung und einen Umbau vor. Dabei werden auch die zahlreichen Filme neu inventarisiert, auf Beschädigungen und Erhaltungszustand geprüft und bestandsgerecht verpackt, auch um Digitalisierungsmaßnahmen zu priorisieren. Das Filmteam des Archivs der sozialen Demokratie (AdsD) hat nun auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung einen Arbeitsbericht veröffentlicht, der die verschiedenen Arbeitsschritte anschaulich beschreibt.

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung ist die zentrale Aufbewahrungsstätte für Quellen aller Art zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiter_innenbewegung. Die Film-, Video- und Tonsammlung umfasst 25.000 Videobänder, 30.000 Audioobjekte sowie etwa 6.000 Filmdosen. Letztere beinhalten vorwiegend Filmmaterial aus dem Kontext der sozialdemokratischen Arbeiter_innenbewegung, vor allem Produktionen der SPD, von Gewerkschaften und Organisationen aus deren Umfeld. Neben Vorführkopien findet sich auch zahlreiches Ausgangs- und Schnittmaterial.

Erste kleinere Digitalisierungsprojekte begannen 2018 mit Filmen aus dem Kontext der Arbeiterwohlfahrt, darunter Titel wie „Sozialistische Fürsorge-Erziehung“ (1930)„Neues Beginnen“ (1951), „Einer muss den Anfang machen“ (1955) oder „Heute für Morgen“ (1966).

2021 wurden zwölf Filme digitalisiert, die den Wiederaufbau der SPD nach 1945 thematisieren, u.a. „Hamburg baut auf“ (ca. 1949), „Spandau – Ein kleiner Rechenschaftsbericht“ (1950), „Jahre der Entscheidung“ (1953) und „Neues Leben aus Ruinen“ (1956).

Auch einige 8mm-Film wie „Westböhmischer Arbeitertag in Falkenau im Sudetenland“ (1936), „Reichsjugendtag der Sozialistischen Jugend in Bodenbach“ (1936) oder „Neubau der SPD-Parteizentrale Bonn“ (1974) sind bereits digitalisiert.

Permalink: filmerbe.org/ref/?100,448

[2023/07/02]

37 digitale Restaurierungen des "Arsenal"

Filme aus dem eigenen Archiv

2. Juli 2023. – Seit 2015 digitalisiert das Arsenal, Institut für Film und Videokunst e.V. in Berlin, Filme aus ihrem Archiv. Die 37 bisher digital restaurierten Filme sind auf der Homepage des Instituts gelistet und werden dort ausführlich vorgestellt.

In der im Juni online gestellte neuen Filmdatenbank des Arsenal sollen rund 10.000 Filme der Sammlung recherchierbar sein; aktuell sind 6.118 Werke eingestellt. Es handelt sich um Spiel- und Dokumentarfilme sowie Werke der Film- bzw. Videokunst. Viele Arbeiten wurden aus den Programmen des Berlinale Forum sowie Forum Expanded übernommen.

Digitale Restaurierungen des Arsenal

Permalink: filmerbe.org/ref/?100,447

[2023/06/08]

Analoger Filmbestand der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) geht an das Filmmuseum Düsseldorf

Kooperationsvereinbarung zwischen dem Filmmuseum Düsseldorf und der KHM

8. Juni 2023. – Das analoge Filmmaterial der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) findet im Filmmuseum Düsseldorf eine materialgerechte neue Heimat. Anfang dieses Jahres wurde eine entsprechende Kooperation vereinbart. Die Dauerleihgabe der 772 Filmtitel – Filme der KHM-Studierenden auf 16 und 35 mm aus über 30 Jahren – umfasst knapp 2.000 Filmrollen.

Das Filmmuseum Düsseldorf verfügt über die besten Voraussetzungen für eine optimale Archivierung von analogem Filmmaterial. Außerdem können die Filme dot unter originalen Bedingungen am Schneidetisch und auf Anfrage für Vorführungen ausgeliehen werden.

Die beim KHM erarbeitete Einlagerungsliste dient dem Filmmuseum Düsseldorf als Grundlage, die Filme in der Verbunddatenbank TMS zu erfassen und die Informationen zu den Filmtiteln auf d:kult öffentlich zugänglich zu machen.

Zur Pressemitteilung

Permalink: filmerbe.org/ref/?100,446

[2023/06/07]

Filmraritäten

Digitalisierte Filme des Deutschen Filminstituts online

7. Juni 2023. – Unter den rund 20.000 Filmwerken des Archivs des Deutschen Filminstituts finden sich Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme, aber auch Amateur- und Experimentalfilme. Als Teil von DFF Kino+ präsentiert das Filmarchiv seit einiger Zeit aktuelle Restaurierungen und Verleihfilme. Die Filme sind kostenfrei zugänglich, zuvor ist eine Registrierung im Portal erforderlich.

Angeboten werden u.a. DIE HOCHBAHNKATASTROPHE (D 1921, R: Valy Arnheim) sowie DIE JAGD NACH DER MILLION (D 1930, R: Max Obal), MISTER RADIO (D 1924) von Nunzio Malasomma, Richard Oswalds DAS UNHEIMLICHE HAUS (D 1916), DAS GROSSE LICHT (D 1920) von Hanna Henning sowie LOLA MONTEZ, DIE TÄNZERIN DES KÖNIGS (D 1922) unter der Regie von Willi Wolff.

Neu sind Richard Eichbergs Verfilmungen von Thea von Harbous Vorlage DAS INDISCHE GRABMAL (D 1938) und DER TIGER VON ESCHNAPUR (D 1938) sowie der Sängerfilm ICH GLAUB' NIE MEHR AN EINE FRAU (D 1930) von Max Reichmann.

An Dokumentarfilmen sind die beiden Naturschutzfilme NATUR IN GEFAHR! (BRD 1952) und EUROPAS PARADIESE (BRD 1973) von Eugen Schuhmacher sowie Curt Oertls MICHELANGELO. DAS LEBEN EINES TITANEN (D/CH 1938) vorhanden.

https://dff.cinemalovers.de/de/pages/filmraritten

Permalink: filmerbe.org/ref/?100,445


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